
Das Klostergut
Im Okertal, zwischen Goslar und Vienenburg, liegt die Klosteranlage
Wöltingerode. Weit aus der Ferne sichtbar, überragt der große Kirchturm die
Anlage, die von einer mehr als einen Kilometer langen Mauer umgeben ist.
Durchquert der Besucher den repräsentativen Torbogen im Osten, eröffnet sich
eine andere Welt. Alte Baumbestände und gewaltige Gebäude zeugen von der Rolle
des Klosters in den vergangenen Jahrhunderten. Dieses herrliche Ambiente mit
seinen liebevoll gepflegten Grünanlagen und Blumenbeeten weckt Vorstellungen, in
deren Idylle die Nonnen gelebt und gearbeitet haben. Doch gelegentlich wird die
Nostalgie von der Moderne durchkreuzt.
Auf den Feldern wächst der Weizen, der Grundlage des Feinbrandes aller edlen Spezialitäten ist.
Während der Erntezeit hört man von weit her Traktorengeräusche, im Winter das
leise Tuckern der Dampfmaschine aus der historischen Kornbrennerei und im Laufe
des ganzen Jahres das Rollen der schweren Kornbranntweinfässer, die immer wieder
für Nachschub in der Likörfabrik der Klosteranlagen sorgen, oder Gäste und
Besuchergruppen, die sich vom einmaligen Ambiente verzaubern lassen.
Heute besteht das Klostergut aus den Betriebsteilen Gebäude, Landwirtschaft,
Brennerei, Likörmanufaktur und Klosterkrug.
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